Wald und Wasser

Shownotes

15: Wald und Wasser

Wälder sind weit mehr als Holzlieferanten – sie sind entscheidende Akteure im Wasserkreislauf. In dieser Folge spricht Dr. Thomas Lüllwitz mit Dr. Heike Puhlmann und Dr. Lothar Zimmermann, zwei ausgewiesenen Forst- und Wasserexperten/-innen aus Baden-Württemberg und Bayern, darüber, wie Wälder als Wasserspeicher fungieren, Wasser verdunsten und in das Grundwasser leiten, was der Klimawandel mit den Waldstandorten macht und wie ein „Schwammwald“ helfen kann, Starkregen und Hochwasser abzumildern.

Außerdem in der Folge: Podcast-Produzent Dr. Martin Labadz ist vor Ort in Freiburg und schaut sich im Convent-Wald zusammen mit Dr. Heike Puhlmann an, wie die Mistel den Tannenwald im Schwarzwald im Griff hat.

Gäste dieser Folge

Dr. Heike Puhlmann – Wissenschaftlerin und stellvetretende Leitung Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) Baden-Württemberg, Freiburg

Dr. Lothar Zimmermann – Wissenschaftler an der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF), Freising

Themen im Gespräch

Der Wald ist „Atmosphärenbefeuchter“

Wälder weisen die höchsten Verdunstungsraten aller Landnutzungsformen auf: Die große Kronenfläche, turbulente Wasserdampfflüsse und drei Verdunstungskomponenten (Interzeption, Transpiration, Bodenflächenverdunstung) machen den Wald zum „Atmosphärenbefeuchter“. Gleichzeitig fördert die hohe Infiltrationskapazität der meist ungestörten Waldböden die Grundwasserneubildung – 50 % der Trinkwasserschutzgebiete in Bayern (und ähnlich in Baden-Württemberg) liegen unter Wald.

Klimawandel und Trockenheit im Wald

Die Extremjahre 2003, 2015, 2018, 2019 und 2022 haben deutliche Spuren hinterlassen. Die Folge zeigt, wie sich Trockenstress, Borkenkäferbefall und Nährstoffmangel gegenseitig verstärken – ein sich selbst verstärkender Kreislauf, der besonders nach mehreren aufeinanderfolgenden Dürrejahren kritisch wird.

Starkregen, Hochwasser und der „Schwammwald“

Wälder bieten erheblichen Schutz vor Erosion und Abflussbildung – allerdings nur so lange, wie der Boden nicht vollständig gesättigt ist und der Bestand intakt ist. Dr. Thomas Lüllwitz und seine Gesprächspartner sprechen über das Konzept des Schwammwaldes als Dreiklang: (1) waldbauliche Maßnahmen (Erhalt und Strukturierung der Waldflächen), (2) Bodenschutz (Vermeidung von Verdichtung, Erhalt der Humusauflage), (3) Optimierung der Waldwege-Infrastruktur (Rigolen, Versickerungsmulden entlang von Wegseiten-Gräben).

Wald-Dürre-Monitor

Der Wald-Dürre-Monitor berechnet tagesaktuell für alle bewaldeten Flächen Bayerns den Bodenwasserstatus auf Basis von Wettervorhersagemodellen, Satellitendaten zu Baumarten und Blattflächenindex sowie Bodeninformationen. Praxisnutzen: Bewässerungsentscheidungen bei Forstkulturen, Befahrbarkeit mit schweren Forstmaschinen, Frühwarnung für Borkenkäferbefall.

Ausblick: Nächste Folge

In der nächsten Folge der HyWa-Podcast „WasserGespräche“ spricht Dr. Thomas Lüllwitz mit Dr. Markus Ziese vom Weltdatenzentrum Niederschlag, dem Global Precipitation Climatology Centre (GPCC) beim Deutschen Wetterdienst über weltweite Niederschlagsdaten und die Überwachung des globalen Klimas.

Links & Ressourcen

Der HyWa-Podcast „WasserGespräche“ wird in Koblenz von der Bundesanstalt für Gewässerkunde produziert.
Podcast-Host: Dr. Thomas Lüllwitz
Produzent: Dr. Martin Labadz

Transkript anzeigen

00:00:01: Wälder stehen unter Druck, Trockenheit und Wassermangel sind längst keine Randthemen mehr sondern zentrale Herausforderung für die Forstwirtschaft.

00:00:10: Und der Klimawandel verschärft die Lage weiter.

00:00:13: Wenn Wasser fehlt leiden die Bäume ihre Vitalität sinkt sie werden anfälliger für Krankheiten und Schadinsekten.

00:00:21: Gleichzeitig steigt die Waldbrandgefahr.

00:00:24: Unsere Waldökosysteme geraten zunehmend aus dem Gleichgewicht.

00:00:29: Was bedeutet das für die Zukunft unserer Wälder?

00:00:32: Welche Anpassungsstrategien gibt es und welche Rolle spielen Biodiversität, Waldbau und Waldschutz dabei.

00:00:41: Darüber spreche ich heute mit Frau Dr.

00:00:43: Heike Puhlmann, Abteilungsleiterin an der forstlichen Versuchsanstalt Baden-Württemberg in Freiburg und mit Dr.

00:00:50: Lothar Zimmermann vom Bayerischen Landesamt für Wald & Frostwirtschaft in Freising.

00:00:56: Bleiben Sie dran!

00:01:01: Willkommen bei den Hüwa-Wassergesprächen der Fachzeitschrift Hydrologie und Wasserbewirtschaftung.

00:01:06: Hier treffen wir uns einmal im Quartal mit Expertinnen und Experten aus dem gesamten Bereich der Gewässerkunde und Hydrology, aber auch aus den Fachgebieten Limnologie und Grundwasser, Klimatologie und Metrologie sowie Geologie und Bodenkunde und sprechen dabei mit ihnen über spannende, interessante Themen- und Fragestellungen sowie aktuelle Forschungsfelder rund um diese Themenbereiche.

00:01:33: Mein Name ist Dr.

00:01:34: Thomas Lüllwitz, Hydrologe mit Abschluss an der Colorado State University USA seit reinneunzig an der BFG und seit zweitausendsechzehn Schriftgleiter der HÜVA.

00:01:50: Welter spielen eine entscheidende Rolle im Wasserhaushalt sowie beim Schutz unserer Wasseresourcen.

00:01:57: Die dort vorhandenen Baumarten, der Strukturreichtum sowie die Bewirtschaftung haben einen großen Einfluss auf die Verdunstung und die Grundwasserneubildung.

00:02:07: Welche Baumarten wachsen?

00:02:09: Wie vielfältig ein Wald aufgebaut ist und wie er bewirtschaftet wird entscheidet darüber, wieviel Wasser verdunstet und wievie Grundwasser neu gebildet wird.

00:02:19: Wälder prägen lokale Wasserkreisläufe und beeinflussen ganze Landschaften.

00:02:25: Kein anderer Landschaftstyp weist eine höhere Verdunstungsrate auf.

00:02:30: Damit erhöhen Wälder die Luftteuchtigkeit, fördern die Rückenbildung und können sogar den regionalen Niederschlag mitbestimmen.

00:02:39: Gleichzeitig wirken Waldböden wie riesige Schwämme – sie speichern Wasser, dämpfen Hochwasserspitzen und sichern die Versorgung in Trockenzeiten nicht nur im Wald selbst sondern auch darüber hinaus!

00:02:53: Und ganz nebenbei regulieren Wälden das Mikroklima.

00:02:56: In dieser fünfzehnten Folge des Hüfer-Podcasts spreche ich mit Dr.

00:03:01: Heike Puhlmann, Abteilungsleiterin an der forstlichen Versuchsanstalt Baden-Württemberg in Freiburg sowie mit Dr.

00:03:07: Lothar Zimmermann vom Bayerischen Landesamt für Wald und Forstwirtschaft in Freising darüber wie sie den Wasserkreislauf im Wald erforschen und was wir daraus für die Zukunft lernen können.

00:03:20: Bevor wir ins Gespräch einsteigen schalten wir nach Freiburt!

00:03:24: Dort ist mein Kollege Martin Lapperts unterwegs in einem Versuchsgebiet, das auf den ersten Blick unscheinbar wirkt und doch viel über den Zustand unserer Wälder verrät.

00:03:35: Im Fokus stehen Misteln – Halbschmarrotzer die sich in den Kronen ausbreiten und in Trockenzeiten zusätzlichen Stress für ihre Würzbäume bedeuten können.

00:03:45: Martin wie stark ist der Befall?

00:03:48: Welche Rolle spielt der Wassermangel?

00:03:54: Thomas, ich stehe hier im sogenannten Konwentwald.

00:03:57: Ungefähr zehn Kilometer östlich von Freiburg.

00:04:02: Neben mir steht Dr.

00:04:03: Heike Puhlmann vom forsterlichen Versuchsanstalt Baden-Württemberg.

00:04:07: Sie leitet dort die Abteilung Boden und Umwelt Frau Puhlmann, was können wir hier sehen?

00:04:13: Sind die Bäume befallen von Misteln oder hält sich das alles noch in Grenzen.

00:04:18: Die Bäume hat bevorzugte Baumarten und hier in der Höhenzone kommen v.a.

00:04:25: Buchen vor und Tannen und eingestreut durch Menschenlichen Einfluss mehr als normalerweise hier sein sollten Fichten.

00:04:35: Von diesen drei Baumarten ist vor allen Dingen die Tanne stark von Misteln befallen mit einem ... zunehmend ein Trend in den letzten Jahren, was wir beobachten können landesweit aber eben auch bei uns hier im Konmentwald.

00:04:46: Also Sie sehen eigentlich überall die Tannen.

00:04:49: also das sind die Bäume dort zum Beispiel oder dort hinten alle.

00:04:53: Also jede Tanne die wir jetzt von hier aus sehen ich würde mal sagen so auf dem ersten Blick sehen wir schon Mal zehn Tannen im unmittelbaren Umkreis Die haben alle Misteln.

00:05:01: also dort zum beispiel sehen sie es direkt am Stamm sogar unten.

00:05:04: Das sind diese hellgrünen.

00:05:07: Von Weihnachten kennt man das, was man sich so hinhängt als Weihnachtdeko.

00:05:13: Die so schöne Kugeln ergeben und sind sehr attraktiv.

00:05:16: Aber sie ist eine zunehmende Gefährdung für die Bäume.

00:05:22: Und wie kommen die hierher?

00:05:25: Also die Müsli gehört in die Landschaft.

00:05:26: Die Müsl gibt es schon immer.

00:05:28: und warum sie sich jetzt plötzlich so ausbreitet, das hat sicher was mit Temperaturzunahme zu tun und wahrscheinlich auch mit einer stärkeren Ausbreitung der Vogelarten, die die verschleppen.

00:05:39: also Vögel fressen die weichen weißen Beeren und setzen sich dann irgendwo hin zum futtern und verdauen und dann so kommen dann die Kerne an irgendwelche Stellen, wo Vögel sich aufhalten.

00:05:52: und wenn das eine geeignete Stelle ist der Kern muss direkt in einer Astgabel oder an irgendeiner kleinen Astverletzung ankommen.

00:05:59: Und dann kann er relativ gut dort wurzeln und dann breitet sich die Mistel eben an dieser Stelle aus.

00:06:05: Was bedeutet das jetzt für die Bäume, wo die Nisteln wachsen?

00:06:10: Das Problem So eine einzelne Mistel ist gar nicht mal so schlimm, aber eine Mistel hat im Vergleich zu anderen Pflanzen also auch den Bäumen kein Regelungsmechanismus für Stomatar.

00:06:22: Also die Spaltöffnung der Blätter können sich schließen um den Transpirationsfluss sage ich mal zu unterbrechen oder zu drosseln bei Dürre und das können die Misteln nicht.

00:06:35: wenn jetzt ein Baum unter Trockenheit leidet und er seine Spaltöffnung schließt, dann bleibt da immer noch so ein Beipass über die Mistel.

00:06:45: Der über diesen Beipass verdunstet die ganze Zeit.

00:06:49: das bisschen Wasser, was der Baum vielleicht noch im Boden findet wird dann eben direkt über die Mistel wieder abgegeben.

00:06:55: Und das ist ein Problem.

00:06:56: in Trockenzeiten also in normalen Zeiten ist es vielleicht gar nicht so'n Problem aber eben je größer dieser Parasitierungsgrad ist, also je mehr Misteln in einem Baum hängen und je trockener der Boden ist umso kritischer für so einen Baum.

00:07:11: Also siedelt sich an dem Baum an und die zappt dann das Versorgungssystem des Baumes an.

00:07:19: Die geht tatsächlich in das Holz hinein, in die Wasserleitbahn und wird dann vom Baum nicht nur mit Wasser, im Übrigen auch mit Nährstoffen versorgt.

00:07:28: Das ist ein Schmarotzer, der davon... Also eine Halbschmarotzert produziert.

00:07:32: eben macht selber auch Fotosynthese.

00:07:34: Das sieht man weiß ich, dass er auch grün ist.

00:07:37: aber die meisten Nährstoffe und das meiste Wasser gewinnen sie als Schmarotser direkt aus den Leitbahnen, Leitgefäßen der Bäume.

00:07:45: Sie sagten vorher, sie haben hier auch noch so einen Monitoring-Turm.

00:07:49: Da würde ich gerne nochmal raufgehen und mir die Lage vielleicht von oben anschauen.

00:07:52: Wenn Sie mutig genug sind können wir das jetzt machen!

00:07:55: So ja jetzt stehen wir kurz unter dem Turm.

00:07:58: Dieser Turm hier den haben wir eigentlich dazu errichtet damit bei irgendwo auch Freilandklima... messen können.

00:08:05: Das ist natürlich im Wald immer ein bisschen schwierig, eine große Lichtung zu finden und so haben wir diesen Turm aufgebaut.

00:08:10: Und wenn Sie jetzt schauen, haben wir da insgesamt drei Plattformen.

00:08:14: der erste Turm des Standes, das war ein Holzturm, der ging bis zu dieser untersten Plattform und jetzt haben wir den schon zweimal aufgestockt damit wir immer so ein bisschen über dem Bestand noch bleiben.

00:08:24: also wir wachsen mit dem Bestands mit um über diesem Bestand dann auch wirklich Freiland in dieser Schlag messen zu können oder freiland Klima messen.

00:08:32: Also welche Messungen werden jetzt hier hauptsächlich durchgeführt?

00:08:35: Das ist eine ganz klassische aller DWD-Klimastation.

00:08:39: Niederschlag, Luftfeuchte, Temperatur, Strahlung und verschiedene Wellenlängen.

00:08:43: Wir nehmen zusätzlich noch fenologische Aufnahmen auf oben.

00:08:47: Und was wir aber auch machen sind Stoffeinträge mit dem Niederschlag oben zu sammeln.

00:08:52: Da stehen direkt Flaschen oben und die analysieren wir dann im Labor um das dann eben auch vergleichen zu können.

00:08:58: zu Stoff einträgen in den verschiedenen Waldbeständen,

00:09:02: Ist das auch eine offizielle Wetterstation hier?

00:09:04: oder ist es nur nach DVD-Richtlinien aufgebaut?

00:09:07: Es ist nach DVD Richtlinie aufgebaut und wir geben diese Daten an den DVD

00:09:12: z.B.,

00:09:13: aber die werden nicht als offizelle Stationen gelistet, weil man da wirklich die Abstände zu beschattenden Elementen und so was viel stärker einhalten müsste.

00:09:23: Das würde hier jetzt wirklich einem halben Kahlschlag gleichkommen.

00:09:27: also das wollte man dann doch nicht.

00:09:30: Dann lassen sie uns doch mal hochgehen.

00:09:34: Jetzt ist er viel stabiler als vorher, das schwankt jetzt auch nicht mehr.

00:09:37: Das gibt es jetzt nicht wirklich einen Grund ums zu haben aber man guckt schon immer durch die Treppe durch.

00:09:45: Also von hier aus sehen Sie sich vielleicht mal ganz gut von der Seite, die Misteln dort, direkt am Stamm dieser Bollen.

00:09:52: Sehen Sie's?

00:09:55: Es ist nicht nur die Einzige, die verteilen sich dann immer mehr.

00:09:58: Wenn ein Vogel dort Futter hat, ist es naheliegend, dass er sich auf zwei setzt und so wird sie weiter verbreitet.

00:10:06: Es gibt Bäume, da sieht man fast nichts weiter als die Misteln.

00:10:15: Oh Gott, jetzt sind wir bei der ersten Ebenen angekommen!

00:10:18: Exakt, genau.

00:10:21: Das müssen Sie sich vorstellen ... Der Bestand, der um uns rumsteht, war unterhalb dieser Plattform.

00:10:27: Das ist alles, was seitdem gewachsen ist?

00:10:29: Und so musste man dann eben nach und nach weiter hochziehen.

00:10:32: Jetzt haben wir hier Solarpanäle, also die ganze Versorgung unserer Messflächen.

00:10:36: Hier kann nicht mit normaler Stromversorgung stattfinden, weil wir einfach zu weit weg sind vom Stromnetz.

00:10:42: aber inzwischen haben wir fast alles auf Solar umgestellt.

00:10:46: Aber früher können Sie sich vorstellen das was wir jetzt hochgelaufen sind im Winter.

00:10:49: Batterien schleppen hoch und Batterien schleppen runter auch wenn das Ganze Ding vereist ist.

00:10:53: Also das war nicht immer Spaß behaftet!

00:11:03: Jetzt mal im Kontext sind die Misteln wirklich nicht das einzige Problem, was wir haben mit Klimawandel.

00:11:09: Man kann jetzt die Geschichte an der Mistel festmachen aber sämtliche Bäume zeichnen Trockenstress und Hitzerstress.

00:11:21: Die Altbuchen z.B.

00:11:23: haben eine sehr dünne Rinde auf, wenn zu viel Strahlung rankommt.

00:11:29: Wenn sich so ein Wald auflichtet und mehr Licht an den Waldboden kommt, kommt natürlich auch mehr Licht in die Stämme, die das gar nicht gewöhnt sind, weil sie vor einem geschlossenen Waldbestand waren.

00:11:38: Da kommen dann eben auch Pilze, andere Schadinsecken, Negrosen also krebsartige Erkrankungen dann auch rein, sodass sie dann eben im Zweifelsfall absterben oder stark geschwächt sind.

00:11:50: Also so hat jede Baumart inzwischen eigentlich irgendein Problem.

00:11:53: Jede heimische Baumart muss man leider sagen.

00:12:03: Von hier oben von der Plattform sehen wir, dass es uns nur um über Tannen unterhalten oder buchen.

00:12:10: Bergmischwald, den wir hier haben.

00:12:12: Der hat durchaus noch andere Baumarten zu bieten.

00:12:15: Wir haben jetzt hier einige Lärchen dort ist mal die fangen schon schön an grün zu werden da drüben auch hier lärchen und in der Rene da unten wo das Einzusgebiet oder der Abfluss ist Da haben wir eben auch zum Beispiel Ahorn stehen.

00:12:29: also es eine bunte Mischung aus verschiedenen Baumarten und eben auch unterschiedlich Alte Bäume, aber wenn Sie noch mal kurz auf die Mistel eingehen.

00:12:39: Wenn sie ein Vogel sind ... wären.

00:12:42: Wo würden Sie sich hinsetzen?

00:12:44: Auf einem Baum mit schöner Aussicht.

00:12:45: Und wenn Sie schauen, sind die Bäume ganz oben rausgucken alles, die tannen einfach höher als die buchen.

00:12:51: Tendenzell auch höher als Fichten und das sind dann halt die beliebten Orte wo die Vögel sich dann hinsetzend zwitschern.

00:13:02: So einfach ist das.

00:13:03: Und jetzt davor, also da zum Beispiel dieser Baum ... Das müssten Sie gut erkennen?

00:13:07: Dass der deutlich hellgrüner ist als die anderen!

00:13:10: Also das sind wirklich da oben da... Der ist auch voller Misteln.

00:13:14: Es gibt, wenn man genau hinguckt, wahrscheinlich kaum ein Baum, der hier keine Mistel hat.

00:13:18: Im Mittel glaube ich, wenn ich richtig zitiere aus unserem letzten Wahlzustandsbericht, dass jede dritte Tanne von Misteln befallen ist im Baden-Württemberg.

00:13:29: und wie viele Misteln sind zu

00:13:31: viel?!

00:13:32: Das ist ganz schwierig zu sagen.

00:13:36: Im Zweifelsfall ist es vielleicht eine Mistel, die das Fass nicht zum Überlaufen bringt sondern austrocknen lässt.

00:13:43: Ich denke wenn ein zwei Misteln dran sind, ist das nicht so.

00:13:47: das Problem.

00:13:48: aber das Problem ist eben dass diese Misteln Früchte produzieren und diese Früche dann wieder weiter verteilt werden und irgendwann alle Bäume komplett mit Misteln behangen sind.

00:13:58: Aber wo da jetzt eine Grenze zu ziehen ist, das ist sehr schwierig.

00:14:01: Aber so ein Baum wie da, der wirklich ... Ich weiß nicht, wie viele Misteln?

00:14:05: Der hat vielleicht dreißig drin oder noch mehr in jeder Etage.

00:14:10: Da kann man sich sehr gut vorstellen, dass kaum noch eine Regenerationsmöglichkeit für Bäume da ist.

00:14:18: Wir sagen als Faustzahl unabhängig von der Baumart, wenn sechzig Prozent der natürlichen Benadelung fehlen aus unterschiedlichen Gründen, in der Regel eben als Dürre-Reaktion.

00:14:33: Dann sind die Bäume langfristig eigentlich dem Todel geweiht und das kann man jetzt übertragen auf die Mistle denke ich relativ einfach.

00:14:41: also wenn jetzt sage ich mal vierzig Prozent oder ein Drittel der Krone durch Misteln besetzt ist dann hat er Baum schlichtweg keine Möglichkeit mehr genügend Fotosynthese zu betreiben um dann noch gesund zu bleiben.

00:14:55: Und wahrscheinlich ist der Prozenser sogar jetzt überschätzt.

00:14:59: Wahrscheinlich würden deutlich weniger Misteln reichen, vielleicht zwanzig oder fünfzehn Prozent der Krone weil sie eben auch noch zusätzlich diesen Wasser entziehenden Effekt haben.

00:15:10: Kann man die Mistel entfernen, macht das Sinn?

00:15:13: Ist das zu aufwendig oder fallen sie irgendwann von alleine ab?

00:15:17: Die Misteln verzahn sich direkt mit dem Holz.

00:15:21: Mit den Leitbahnen produzieren ein eigenes Wurzelsystem in das Holz.

00:15:26: Das müsste man jedes Jahr wieder kappen wie im Garten, wo man jedes Jahr die Brombeere abschneidet.

00:15:32: Mit mäßigen Erfolgs.

00:15:33: So wäre es mit einer Mistel auch.

00:15:35: Das ist keine Option im Wald.

00:15:37: Das kann man vielleicht im Obstbau machen.

00:15:39: aber nicht für Waldbäume.

00:15:42: Ist denn jetzt speziell nur die Tanne von den Misteln befallen oder gibt es auch, wenn wir hier so reinschauen, andere Baumarten, die vom Misteln befallen sind?

00:15:50: Also ist das nicht die Mistel, es gibt tatsächlich Unterarten von Misteln sowie es auch für Obstgehölze.

00:15:56: Das ist auch wieder eine andere Unterart und Tannenmistel.

00:16:00: Es gibt aber zum Beispiel auch die Kiefer-Mistel, wo Kiefern in den Reinebenen sind und sehr stark von der Mistel befallen.

00:16:08: Das sind eigentlich so die zwei wesentlichen Baumarten, die bei uns von der Mistel befallen werden aktuell Waldbaumarten...

00:16:14: Und die Buchen haben gar kein Problem damit?

00:16:15: Die

00:16:15: Buchen nicht!

00:16:16: Nee also möglicherweise ist das wirklich einfach auch ein bisschen Holzanatomie, dass das Holz zu hart ist oder die Rinde auch zu dünn ist, dass ich da einen Sekundärwurzelsystem nicht etablieren kann.

00:16:28: Wer weiß, was die Zukunft noch bringt.

00:16:30: Man muss sagen wir haben wirklich auch so die Zukunft unserer Baumarten angeht.

00:16:35: Wir haben das jetzt mal am Thema Mistel diskutiert weil die Miste leicht verständlich ist in ihrem Wirkmechanismus.

00:16:42: aber wir sehen ja auch etwas immer wieder an neuen Parasiten auf oder sagen wir mal erst neuen Tierarten zu uns kommt oder potenziellen Schädlingen wie zum Beispiel dieses kleine Weiße Stängelbächerchen, ein kleiner unscheinbarer Pilz der die Eschen deutschlandweit in sehr kurzer Zeit in zehn bis zwanzig Jahren fast vollständig ausgerottet hat.

00:17:06: Und so was kann mit jeder Baumart passieren?

00:17:09: Also da gibt es potenzielle Schädlinge, die wir kennen von Süd-Europa und Südosteuropa, die sich hier etablieren können und auch massive Schäden anrichten können.

00:17:20: So ist das recht unsicher zu sagen, was kommt da wirklich auf uns zu.

00:17:24: Thomas D. Mistl hat sich hier im Schwarzwald in der Nähe von Freiburg schon intensiv ausgebreitet, wie Frau Dr.

00:17:29: Puhlmann mir gerade erzählt hat.

00:17:31: Bevor wir auf den Turm geklettert sind, hatten wir auch die Mess-Einheiten unten im Wald gezeigt.

00:17:39: Hier werden Bodenfeuchte und Nährstoffgehalt im Bodenwasser gemessen.

00:17:44: Darüber werdet ihr wahrscheinlich aber noch im Interview sprechen.

00:17:48: Viel Spaß dabei!

00:17:50: Danke Martin für den interessanten Einblick aus Freiburk.

00:17:54: beeindruckend, wie stark sich die Mistel an den Tannen im Schwarzwald ausgebreitet hat und wie der Klimawandel dies verschärft.

00:18:02: Ein eindrückliches Beispiel dafür, wie verschiedene Stressfoktoren im Wald zusammenwirken und wie wichtig das Messen der verschiedensten hydrologischen Parameter für ein besseres Prozessverständnis ist.

00:18:15: Und genau darüber wollen wir heute tiefer ins Gespräch kommen.

00:18:19: Lieber Lothar!

00:18:20: Wir kennen uns ja aus Studienzeiten in Freiburg Und es freut mich daher umso mehr, dass wir beide heute gemeinsam die Möglichkeit haben uns im Hüva-Podcast Wassergespräche über das sehr interessante Thema Wald und Wasser zu unterhalten.

00:18:35: Du arbeitest ja oder bist beschäftigt am Bayerischen Landesamt für Wald & Forstwirtschaft in Freising!

00:18:42: Und das Gespräch, das halten wir zusammen mit Frau Dr.

00:18:44: Heike Puhlmann von der Forstlichen Versuchsanstalt in Baden-Württemberg in Freiburg, die schon vor Ort und jetzt hier im Gespräch von ihren Projekten berichten wird.

00:18:55: Euch beiden ein herzliches Dankeschön für die Teilnahme im HÜVER Podcast!

00:19:00: Ich freue mich auf unser Gespräch!

00:19:02: Ja hallo auch!

00:19:03: Hallo Thomas!

00:19:06: Wir fangen an Luther... an das Thema Wald- und Wasserhaushalt.

00:19:10: denkst.

00:19:11: Was sind für dich die wichtigsten Prozesse, die man verstehen muss um den Wasserspeicherwald zu begreifen?

00:19:18: Ja, Wälder sind ja naturnahe Ökosysteme.

00:19:22: Das heißt wir haben hier eine extensive Bewirtschaftung also alle paar Jahrzehnte im Bewirtschaftungs eingreif.

00:19:31: Dadurch sind die Waldböden auch relativ ungestört, können Strukturen ausbilden.

00:19:39: Also biologische Aktivität haben viele Makroporen was dann eben auch günstig ist für die Infiltrationskapazität.

00:19:49: Im Vergleich zu niedriger landwirtschaftlicher Vegetation, also Winterweizen oder selbst Mais ist es einfach eine sehr hohe Vegetationsdecke.

00:19:59: Das heißt wir haben dreißig bis vierzig Metern und das wirkt sich dann auch auf den Wasserhaushalt aus und zwar auf die Verdunstung weil natürlich durch die Höhe sind da auch höhere Windgeschwindigkeit oberhalb von dem Kronendach, was die Hauptaustauschfläche eben ist zur Atmosphäre.

00:20:21: Und das heißt dadurch haben wir turbulente Wasserdampfflüsse in die Atmosphere und dadurch sind Wälder generell so eigentlich von den Landnutzungen mit die höchsten Verdunstungsraten.

00:20:37: Und die Verdunstung gliedert sich halt im Wald eben in eigentlich drei Komponenten und natürlich zum einen, was das Kronendach ausmacht.

00:20:47: Seine Oberfläche mit den Blättern oder Nadeln haben wir da die Interseptionsverdunstungen und dazu kommt dann die Transpiration wo über das Xylem der Bäume wird das Wasser nach oben transportiert und dann über die Spaltöffnung, die Stomata eben verdunstet.

00:21:10: Und das Ganze schöpft es letztendlich auch aus der Tiefe des Waldbodens aus dem Vorrat letztendlichen im Boden an Wasser vorhanden ist.

00:21:23: Und dann Wasserspeicher ist da natürlich noch mal wichtig.

00:21:26: Auch dieser Aspekt der Abflussbildung, haben wir ja auch mehrere Komponenten.

00:21:34: Wir haben den Oberflächenabfluss, der häufig in Wäldern nicht so die große Rolle spielt aber wir haben ja nur naturnahe Ökosysteme das heißt wir haben immer auch Bewirtschaftungseinfluss und Bewirtschaftungs- Einfluss heißt dass wir auch Forstwege, Forststraßen haben dir wohl natürlich auch Oberflächenabfluss dann häufiger dann eben auftritt und da durchaus über die Gräben, dass es zu einem beschleunigten Abfluss kommen kann.

00:22:06: Daneben oft in Mittelgebirgen haben wir diese Funktion zum Teil bei entsprechender Neigung von Interflow, also diesen Zwischenabfluss der dann auch zum Beispiel an Wegböschungen wieder in die Gräben eintritt.

00:22:26: Gerade bei der Abflussbildung spielt da eine große Rolle letztendlich dieser Bewirtschaftungseinfluss über die forstliche Wegeinfrastrukturen bis hin zu dem Rückegassen-Netzwerk das natürlich auch für eine Entwässerung sorgt und Natürlich nicht zu vergessen auch die vertikale Versicherung, also einfach dieser Input letztendlich als Grundwasser Neubildung dann eben ins Grundwasser.

00:22:56: Ja, also fünfzig Prozent der Trinkwasserschutzgebiete in Bayern liegen unter Wald.

00:23:03: Also eine große Bedeutung für die Trinkwasserversorgung.

00:23:10: und Wenn man jetzt auf die regionale Szene guckt, welche Rolle spielt der Wald konkret im regionalen Wasserhaushalt von der Verdunstung über Bodenwasserspeicherung bis hin halt dann auch zur Grundwasserneubildung?

00:23:25: Naja durch die hohe Verdunstellung ist der Wald letztendlich in Luft befeuchter.

00:23:30: Also eigentlich in Atmosphärenbefeuchtern D.h.

00:23:35: gleichzeitig haben wir natürlich auch eine Wirkung durch die Bestandeshöhe, also Windberuhigung.

00:23:44: Wir haben bis zum Zehnfachen der Bestandethöhe in Entfernung war im Le.

00:23:49: eine Reduktion der Windgeschwindigkeit, also damit wird natürlich auch Wälder oder Hecken ist ja bekannt verringern dann eben auch die Winderosion.

00:24:01: Aber zurück zu kommen nochmal zur Luftbefeuchtung.

00:24:04: mein er ist einfach dadurch wichtig für generell den Wasserfluss in die Atmosphäre über die Verdunstung und es ist damit natürlich auch mit voraussetzung eben von Niederschlagsbildung.

00:24:18: Aber das muss man, finde ich auch sehen im Rahmen der Planetanzirkulation.

00:24:24: Das heißt wir sind eigentlich in die Westwind-Zirkulation meistens eingebunden und da kommt natürlich die Feuchte auch sehr stark eben letztendlich vom Atlantik.

00:24:37: Und im Sommer kann es immer wieder passieren, dass wir natürlich Hochdrucklagen haben die lang auch anhaltend eben sind.

00:24:43: Dann können sich auch so kleinere Kreisläufe ausbilden zwischen den Feuchterinnen Wäldern, wo dann Kreisläufe eben entstehen oder wo es auch vielleicht bei entsprechenden atmosphärischen Voraussetzungen natürlich nicht bei einem wirklich intensiven Hoch.

00:25:01: Aber das ist durchaus am Nachmittag dann auch mal wieder zur Wolkenbildung kleine Cumulus kommen und dann auch lokal noch mal Niederschläge erzeugt werden können.

00:25:14: Also das muss man immer im Gesamtkonzept sehen auch zu den übergeordneten Vorgängen in der Atmosphäre.

00:25:24: und letztendlich, ich hatte vorhin schon erwähnt die hohe Infiltrationskapazität trägt natürlich dazu bei dass Wald eben sehr gut aufnehmen kann des Wasser Und vor allen Dingen für den Boden natürlich auch wichtig.

00:25:37: Der wird durch das Blätterdach oder Nadeldach geschützt gegen die kinetische Energie der Regentropfen,

00:25:45: d.h.,

00:25:45: die Erosion spielt im Wald meistens nur eine untergeordnete Rolle oder eben auf Kahlflächen, wenn diese offen liegen und da kein Schutz vorhanden ist.

00:26:00: Und durch die intensive Verdunstung sind natürlich auch öfter die Bodenwasserspeicher dann leerer und können da natürlich wieder aufgefüllt werden.

00:26:13: Ja, schaut mal auf die Verteilungen der Waldflächen in den Bundesländern ist ja gerade das ein wichtiger Aspekt dieser Wald als Erosionsschutz dann auch was die Abflussbildung betrifft.

00:26:24: jetzt schauen wir mal die letzten Jahre zurück.

00:26:27: Wie hat sich aus deiner Sicht ... Die Wasserverhältnisse in den Wäldern, in den letzten zehn, zwanzig Jahren verändert?

00:26:34: und kann man das an Indizien festmachen?

00:26:37: Ja ich mein wir merken es ja selber der Klimawandel hat jetzt eigentlich volle Fahrt eben aufgenommen Und wir haben Jetzt einfach längere heiße und trockene Perioden.

00:26:51: Das heißt Und das wird natürlich auch sichtbar in unseren Messungen oder Modellierungen der Bodenfeuchte eben im Wald.

00:27:00: Wir haben solche Jahre mit so sommerlichen Trocken- und Hitze Phasen, wie in dem Jahr zwei Tausend Drei.

00:27:08: Das wurde damals noch als Jahrhundertsommertituliert und dann folgte zweitausend Fünfzehn Dann so ein Doppeljahr hintereinander, auch mit.

00:27:19: Also als Intensives war dann er auch nochmal zwanzig-zweiundzwanzig.

00:27:23: aber selbst letztes Jahr gab es wieder wirklich... Und zwar Gott sei Dank nur kurzfristig, aber es gab so Ende Juni, Anfang Juli gab's auch hier wieder über vierzig Grad und kein Niederschlag.

00:27:40: Das sieht man natürlich dann gleich in der Reaktion im Bodenwasserhaushalt.

00:27:46: Neben dieser Trockenheit sorgt die Hitze oder die Steigen in Lufttemperaturen dafür – das war im Wald vermehrt.

00:27:53: Probleme mit Forstschädlingen haben also Borkenkäfer Prachtkäfer, Eichenprozessionsspinner ist ja wo auch jeder weiß dass es gefährlich ist eben aufgrund der allergischen Reaktion die diese Herrchen von diesen Schädlingen dann eben auslösen.

00:28:13: und die setzen natürlich den Wäldern massiv zu neben den reinen Trockenschäden das man wirklich auch sieht in Unterfranken des Absterben.

00:28:24: von Buchen in den Kronen, wo durch eine entsprechende Strahlungsexposition gleichzeitig mit den hohen Lufthemperaturen die Rinde abplatzt und es also von oben der Baum eigentlich stirbt.

00:28:38: Also die Kronen sterben von oben ab, verlichten sich bis dann die ganzen Buchen zusammenbrechen.

00:28:44: Beispiel war da an einer Waldklimastation, die wir haben im Steigerwald bei Ebrach.

00:28:53: Dann würde ich jetzt gerne mal von Ihnen, Frau Puhlmann die Darlegung, die Lothar eben sagte auf die regionalen Verhältnisse in Bayern zu Ihnen blicken nach Baden-Württemberg.

00:29:03: Lässt sich da ähnliches sagen?

00:29:05: Was stellt man dort aus Ihrer Bearbeitung da

00:29:08: fest?".

00:29:09: Ähnlich wie Bayern ist Baden-Württemberg ja auch ein großes Flächenland mit sehr vielfältiger Landschaft.

00:29:15: Du wirst durchaus ähnliche Phänomene beobachten, also der Klimawandel höhere Temperaturen längere Vegetationszeit verstärktes Starkregen dafür mehr Dürre.

00:29:26: Das trifft in Baden Württmberg natürlich ähnlich zu als in Bayern.

00:29:32: Unsere eigenen Hotspots, wo sich viel tut.

00:29:34: Zum Beispiel die Reihen-Ebene, die schon immer trocken heiß oder trocken warm war im Vergleich zum Rest von Baden-Württemberg wird immer heißer, wird immer trockener, wo unklar ist was wir da in Zukunft überhaupt noch für Wälder haben.

00:29:46: Was wir auch für Wälder erwarten können, die noch gewisse Ökosystemfunktion dann erfüllen wenn sie schon keine Holzproduktion mehr bringen also kein richtiges Wachstum so doch Lärmschutz Fehlt dafür Schadstoffe und so weiter, aber auch die Frage wie viel Trinkwasser liefern unsere Wälder noch stellt sich vom Klimawandel auch.

00:30:13: Also Lothar Zimmermann hatte das für Bayern gesagt – fünfzig Prozent!

00:30:18: der Trinkwassergewinnung unter Wald, das sind ähnliche Werte in Baden-Württemberg.

00:30:23: und da gibt es schon Bereiche wo wir sehen dass die Sickerwasserspende unter Wäldern eben stark abnimmt.

00:30:28: Zum einen war einfach weniger Niederschlag ankommen zum anderen auch weil wenn die Wälden noch vital sind sehr viel transpiriert wird und damit also kein überschüssiges Wasser in Richtung Grundwasser fließt.

00:30:39: Aber eben auch im Extremfall, wo wir stärkere Waldschäden haben.

00:30:44: Stärke Auflichtung ein bisschen zu Kahlflächen und auch stärkeren oberflächliche Abflüsse haben, wo der quasi in Kurzschluss ist und das Wasser gar nicht mehr in den Boden eindringt und Richtung Grundwasser kommt.

00:30:56: So ändern sich also auch wasserbezogene Ökosystemleistungen von Wäldern im Klimawandel.

00:31:02: Aber ich denke, Lothar da sind wir doch sehr ähnlich aufgestellt was Landschaftstypen angeht.

00:31:07: So ganz ganz auf einer ganz groben Ebene.

00:31:09: erstmal ja so natürlich habt ihr mehr Alpen und

00:31:12: wollte gerade sagen also ich habe auch überlegt wo liegt eigentlich der Unterschied?

00:31:18: Und das vielen mir nur die Alpen ein.

00:31:21: Ja es hat natürlich auch mehr Carbonatflächen.

00:31:23: also im Detail haben wir natürlich unterschiedliche topografische Klima Tische, Ausprägung auch.

00:31:30: Aber so dieses große Dammoklassisch-Wert der Klimawandel, der überprägt schon sehr viel von den Details in denen sich unsere Länder dann unterscheiden.

00:31:42: Und jetzt wenn wir noch mal Sie haben die Rheinebene vorhin genannt als Trockenzone Grundwasserneubildung wo begab es gibtes Region Baden-Württemberg, wo's da besonders prekär ist?

00:31:56: Ja, vielen Dank für die Frage.

00:31:57: Ich möchte jetzt mal Werbung machen für Baden-Württemberg.

00:31:59: Wir sind der Grundwasserlieferant für Nordwestdeutschland.

00:32:05: Also sicher wir transportieren noch viel durch das Land in Form vom Rhein und seinen Grundwasserkörper drum herum.

00:32:12: aber natürlich ist der Schwarzwald immer noch ein sehr an auch die Schwäbische Alb auch andere Mittelgebirge sehr niederschlagsreiche Gegenden in denen immer noch Wasserüberschuss herrscht.

00:32:24: Aber auch dort sehen wir eben die Auswirkungen des Klimawandels zum Beispiel, dass eben die Schneebedeckung stark zurückgeht.

00:32:34: Wodurch auch die sanfte und gleichmäßige Durchfeuchtung von Böden, die im Laufe des Sommers ausgetrocknet sind und dann eigentlich im Laube des Winters wieder befeuchtet werden durch regelmäßige Taubprozesse oder dann im Frühjahr das sehen wir, dass das häufig nicht mehr der Fall ist wenn es als Regen runterkommt und dann relativ schnell, ohne dass es dem Boden durchdringt zum Abfluss kommt.

00:33:02: Also so sehen wir schon auch in den Lagen wo wir zunächst mal eigentlich einen Wasserüberschuss haben einfach durch die veränderte Art wie der Niederschlag runter kommt also zum ein mehr flüssig als fest und zum anderen aber eben auch verstärkt in Starkregen statt in gemächtlichen Landregen.

00:33:21: das da solche Sicker Wasserprozesse stark beeinträchtigt sind und das betrifft nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität.

00:33:29: Also je schneller Wasser durch den Boden fließt oder gar oberflächig abfließt umso mehr transportierter natürlich auch gelöste oder partaguläre Stoffe mit sich, die die Rohwasserqualität auch beienträchtigen können wenn man jetzt an Trinkwasserversorgung denkt.

00:33:47: Dann würde ich jetzt mal mit euch auch das Thema Messung Modellierung vom Wasserhaushalt eingehen.

00:33:53: Lothar, ihr arbeitet in Bayern mit Wasserhalsmodellen Wald-Klimastationen?

00:34:01: Wie messt ihr und modelliert ihr dort den Wasserhaus in der Wald konkret?

00:34:05: Welche Größe schaut ihr euch an und wie aufwendig ist es diese Daten im Wald zu erheben?

00:34:10: Ja wir verwenden eigentlich schon seit... ja gut!

00:34:20: Das ist bei uns auch deswegen das ursprünglich amerikanisches Modell von Toni Federer aus den Aperlachen.

00:34:31: Und ja, das wenden wir eigentlich regelmäßig an unseren siebzehn Waldklimastationen an Und modellieren da den Bodenwasserhaushalt eben aufgrund der Datenunstellen, das dann entsprechend auch mit Grafiken zur Verfügung.

00:34:54: Dann der Allgemeinheit und wir stützen letztendlich diese Modellierungen durch Messungen der Bodenfeuchte also des volumetrischen Wassergehalts an sieben von diesen Stationen, da haben wir an fünf Stellen in Fünftiefen.

00:35:21: Da wird über das ganze Waldbodenprofil der Wasserhaushalt gemessen Und das dient uns zur Validierung auch letztendlich unserer Modellierungen.

00:35:35: Es ist ein Ein-D-Modell, also ein bisschen ... es gibt zum Pseudo-Ansatz das mal so ein bisschen zu einen Abfluss noch mit Abhängigkeit vom Gelände.

00:35:43: aber es sind Ein-d-Model, ein Wasserhaushaltsmodell, so ein typisches Swat-Modell, also Soil, Vegetation, Atmosphäre Modell, aber dass ich jetzt eigentlich so, wenn ich so betrachte in der Forsthydrologie in Deutschland und auch darüber hinaus eigentlich in den Jahren durchgesetzt hat.

00:36:03: Weil es auch wie die Kollegen zum Beispiel von der TU Dresden in Taranzeigen konnten indem sie dann Direktmessung der Verdunstungen über einem Fichtenwald vergleichen haben mit den Ergebnissen aus dem Modell.

00:36:19: Da konnte man schön sehen, dass diese Messung und Modellierung sehr gut übereinstimmt.

00:36:30: wenn ich so die forstwissenschaftlichen Tagungen der letzten Jahre so Revue passieren lassen, hat sich das allgemein eben durchgesetzt.

00:36:38: Es gab große Projekte länderübergreifend wo es verwendet wurde auf des Rasternetz der bundeswald-Inventur vier mal vier also wenn das in Wald viel wurde dieses Modell eben angewandt bis hin dann jetzt auch zu flächigen Auswertungen wie wir sie jetzt mit diesem Walddürre-Monitor haben.

00:37:03: Aber auch auf europäischer Ebene wurden jetzt alle europäischen Level II, also das ist vom intensiven forstlichen Umweltmonitoring, mit diesem Modell gerechnet.

00:37:16: und der Deutsche Wetterdienst für Wald nimmt er inzwischen Den Bodenfeuchte Viewer, so heißt er.

00:37:26: Der verwendet auch dieses Modell LWF Bug-Ninzig für die vier Hauptbahnbaumarten in einer ein Quadratkilometer Auflösung eben für ganz Deutschland.

00:37:40: Also das hat sich einfach sehr bewährt und inzwischen existieren da halt auch viele Erfahrungen mit dem Modell.

00:37:47: Und es gibt auch sehr viele Parametrisierungen, also was die Bestände oder auch auch die Bodeneigenschaften betrifft.

00:37:56: Da möchte ich jetzt auch den Blick nach Baden-Württemberg werfen denn auch an der forstlichen Versuchsanstalt nutzen sie ja auch Wasserhaushaltsmodelle von Buhlmann um Standortfaktoren oder Wasser Verfügbarkeit abzuschätzen.

00:38:09: Gehen Sie ähnlich vor oder gibt es Besonderheiten, die sie vielleicht ausstellen können?

00:38:14: Ja, also Lothar Zimmermann hat es ja sehr umfassend umschrieben.

00:38:18: Dass alle möglichen Länder LWF Punkt neunzig benutzen.

00:38:22: Also einen Land davon ist Baden-Württemberg.

00:38:25: Wir stützen uns da sehr auf diese Pionierarbeit die in Bayern an der LW F gelaufen ist.

00:38:31: Unsere Bewertung des Standholzwasserhaushalts nehmen wir dadurch aus wie Lotha Zimmermann schon angesprochen hatte.

00:38:39: Gabs auch verschiedene Projekte indem er versucht haben die Art der Modellanwendung, die Parametrisierung zu harmonisieren über die Länder hinweg.

00:38:49: So dass also die Bewertungen eines Wasserhaushalts an einem Standort nicht davon abhängig ist ob bei Baden-Württemberg liegt oder in Bayern so lang wie Standorts Verhältnisse sind.

00:39:01: Also da sind wir durchaus mit den gleichen Modellen auch unterwegs und haben Lothar Zimmermann hat es angesprochen gehabt dieses Intensiv Monitoring Netz das zieht sich Deutschland mit einheitlichen Messinstrumenten, wo wir uns glaube ich ein bisschen unterscheiden ist.

00:39:17: Das was Luta auch angesprochen hatte so dieser Blick über diese eindimensionale Modellierung hinaus.

00:39:24: Da arbeiten wir ehrlicherweise muss ich sagen aber sehr viel mit der Uni Freiburg zusammen mit den dortigen Hydrologen Markus Weiler und Kolleginnen und Kollegen, die eben auch zwei- oder dreidimensionale Einzugsgebietmodelle haben.

00:39:39: Roger ist so eins mit dem wir sehr viel modellieren um dann eben auch jenseits dieser einen dimensionalen eher vertikalen Wasserflüsse Aussagen darüber geben zu können wie zum Beispiel zwischen Abfluss entsteht, wie der beeinflusst wird durch Brücke gassen, durch ein Wegenetz usw..

00:39:55: Okay, Modell-Rotcher.

00:39:57: Rottcher?

00:39:58: Genau!

00:39:58: Hieß mal Drogen musst du umbenannt werden.

00:40:01: aus verständlichen Gründen jetzt heißt es Rotcher.

00:40:03: Auch interessant.

00:40:06: Jetzt schaut man auf gemeinsame Projekte zu Standort bezogenen Wasserhaushaltsklassifikationen da wären ja auch Daten aus verschiedenen Bundesländern verknüpft.

00:40:18: was lernen sie daraus über die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten der Standorte?

00:40:23: Ich weiß nicht, ob die Frage jetzt an mich gerichtet war.

00:40:25: Ja oder mal

00:40:26: loslegen?

00:40:31: Ja, Unterschiede Gemeinsamkeiten der Standorte.

00:40:34: Also ich glaube in den gemeinsamen Projekten Lothar korrigier mich gerne haben wir auch gelernt dass wir Unterschiede in den Auswertung und Bewertungsmethoden auch haben zwischen den Ländern.

00:40:46: also das wird durchaus vor dem Phänomen gestanden sind wie ich gerade gesagt habe wenn ein Standort im Baden-Württemberg liegt oder in Bayern unterschiedlich bewertet werden kann.

00:40:57: Was damit zu tun hat, wie geht man mit den Modellen um?

00:41:00: Wie parametrisiert man die?

00:41:02: Wie wendet mal die an und wie interpretiert mir die Ergebnisse?

00:41:05: Und ich würde sagen so die letzten Jahre, die letzten fünf oder ja mindestens mal fünf Jahre unsere gemeinsamen Modelle haben ganz viel dazu beigetragen, unsere gemeinsame Projekte dass wir eben dieses Modellverständnis harmonisiert haben.

00:41:21: also das ist ein ganz ganz wesentlicher Output aus unseren Projekten.

00:41:29: Aber natürlich sehen wir auch, dass wir uns super ergänzen weil wir eben diese landschaftliche Vielfalt wenn mehrere Länder miteinander arbeiten einfach viel besser abdecken können.

00:41:39: Und also das würde ich jetzt nicht nur auf Bayern und Baden-Württemberg beziehen.

00:41:43: Also in Norddeutschland, also in der Forstlandschaft zumindest profitiert jetzt auch von einem warm trockenen oder warmen Baden Württembergen wenn es darum geht Baumartenempfehlung in die Zukunft?

00:41:54: Oder wie entwickelt sich etwas, wenn Vegetationsperioden länger werden aber spät?

00:41:58: Frostgefahr trotzdem bleibt zum Beispiel?

00:42:01: Und so ist eigentlich dieser Blick über den Tellerrand des eigenen Bundeslandes ganz wichtig.

00:42:05: Also speziell für Leute wie Lothar Landesbehörde arbeiten und erstmal nur eigentlich für ein Land zuständig sind.

00:42:13: Also tauscht ihr aus, ja?

00:42:15: Ja also der Blick über den Tellerrand ist für uns einfach auch sehr wichtig.

00:42:21: Auch wer mal gerade an die ostdeutschen Bundesländer Brandenburg eben denkt das sind ja noch einfach von den Niederschlagsmengen oder auch von den dortigen doch eher sandigeren Böden.

00:42:34: Es ist nochmal eine ganz andere Situation Und wir haben eben die, gerade was die Bodenparametrisierung von LWF-Brogh neunzig.

00:42:46: Wir haben halt viele Bundesländer doch sehr unterschiedliche Bodenklassifikationssysteme.

00:42:56: dann heben also auch weil grade was die sogenannte forstliche Standortskartierung betrifft Und da gab es eben auch Projekte, wo man eben auch für die Rasterpunkte der Bundeswald-Inventur über ganz Deutschland versucht hat dann eben die nötigen Bodeninformationen.

00:43:12: Auch für dieses Wasserhaushaltsmodell LWF-Brug neunzig abzuleiten und das war einfach schon so wichtig wie gut kriege ich dann eben den notwendigen Parameter her?

00:43:25: Welche Pedotransferfunktion ist für welchen Boden mit welcher Texte dann am besten geeignet?

00:43:33: und da hat man sich auch intensiv darüber ausgetauscht.

00:43:39: Dann würde ich jetzt mal zum Thema Trockenheit Dürre noch einmal kommen, mit Ihnen Frau Puhlmann anfangt.

00:43:46: die letzten Dürriere haben ihr den Wäldern wie wir gehört haben zugesetzt.

00:43:51: es gab extrem Jahre in diesen Aufzeichnungsphasen.

00:43:55: was zeigen ihre Messnetze und Modelle dazu Und wie häufig und wie stark sind die Waldböden in diese Defizitbereiche geraten?

00:44:06: Ja, natürlich.

00:44:10: Diese Trockenjahre haben vom Wald nicht Halt gemacht.

00:44:14: das zeigen unsere Bodenfeuchte-Messung, unsere Matrixpotenzialmessungen.

00:44:20: Sicker Wasserbeprobung all das was Lothar Zimmermann für seine Messflächen auch schon beschrieben hat messen wir in Baden-Württemberg genauso und es gab lang anhaltende Dürren oder ja Perioden mit Wassermangel und eben auch die Situation dass dieses Wasserdifizit über den Winter nicht ausgeglichen werden konnte.

00:44:44: Ja, ein Problem weil natürlich dann im Frühjahr einfach wenn die Bäume wieder austreiben und wachsen wollen zunächst mal weniger Wasser zur Verfügung steht oder der die das Wasserreservoir dann schneller ausgeschöpft ist.

00:44:55: Und das kann vor allen Dingen da auch ein Problem werden, wo zum Beispiel Fichten für die Harzbildung um Borkenkäfer abzuwehren.

00:45:03: Um sie quasi im Harz zu ertränken.

00:45:05: Das ist tatsächlich also einen lang physikalischen Schutz.

00:45:10: Für diese Harzbildung brauchen Bäume Wasser.

00:45:13: Sonst wird ja nicht... Also es ist eine Flüssigkeit und wenn die nicht genügend Wasser haben können Fichten diesen Harz nicht in genügender Menge produzieren lassen, sagen wir mal so und können dann erste Borkenkäferattacken viel schlechter abwehren.

00:45:27: Also da ist eine direkte Verlinkung zwischen Wasserstatus der Fichte und Borkenkäfer.

00:45:33: also das ist nicht nur wirklich ein reines Dürreproblem was wir haben Wassermangel sondern eben auch damit zusammenhängt auch eine stärkere Gefährdung gegenüber Schädlingsbefall.

00:45:48: Das ist das eine und zum anderen bedeutet natürlich Wassermangel, auch immer Nährstoffmangel.

00:45:54: also wir stopfen uns ein Rindfleisch oder einen Steak in den Schnabel und dann haben die Nährstoffe im Baum muss das in flüssiger Form auf sich nehmen.

00:46:05: wenn das Trägermedium Wasser fehlt fehlen auch die Närstoffe.

00:46:11: Kreislauf, der sich selber verstärkt die länger solche Trockenjahre hintereinander wegkommt.

00:46:17: Also ein einzelnes Trocken-Jahr ist noch nicht mal so problematisch.

00:46:20: aber wenn das nächste Trocken Jahr wieder kommt einen Baum bildet, wenn er Stress hat auch weniger Knospen aus wo er Blätter bekommt.

00:46:29: Das heißt im nächsten Jahr hat er weniger Blätter kann weniger Fotosynthese leisten kann weniger Zuckerstärke etc.

00:46:38: Anlagern als Reserve, sag ich mal, als den Fettspeckgürtel, den wir so hätten.

00:46:44: und so ist das ein Vorgang der sich dann immer mehr verstärkt je häufiger solche Trockenjahre hintereinander kommen.

00:46:51: und das hatten wir jetzt in paar Jahre hintereinander wobei ich auch sagen muss dass Baden-Württemberg da glimpflich davon gekommen ist.

00:46:58: im Vergleich zu Ja, den nördlicheren Bundesländern hatten wir wirklich kaum großflächige Schäden zu verzeichnen.

00:47:09: Allerdings eine starke Beeinträchtigung der Waldvitalität des Kronenzustands.

00:47:16: also wie gesagt weniger Verzweigung und weniger Blätter und damit natürlich anfälliger für jede neue Trockenheit.

00:47:22: die kommt

00:47:24: Jetzt die Brockenkäfer nochmal ganz kurz darauf zu sprechen, als ein Indiz dieses Trockenstresses.

00:47:33: Brockenkäfer fallen ist das eine punktuelle Geschichte oder ist während ihr eigentlich nur aufgestellt um sie zu sammeln?

00:47:40: Oder ist das begegnet man damit möglich dem Befall?

00:47:45: Nee, das ist... Ja.

00:47:46: Achso,

00:47:46: Entschuldigung.

00:47:47: Nee, nur halt gerne kannst du auch mal deinen Fonds wissen!

00:47:50: Wir sind ja beide keine Förster, muss man vielleicht mal

00:47:54: sagen.

00:47:54: Genau.

00:47:57: Was wir uns angeeignet haben da.

00:48:01: Nee, dient eigentlich dem Monitoring.

00:48:02: Also dass man weiß wie entwickeln sich die Anflugzahlen dann?

00:48:07: Das ist ja auch so.

00:48:08: Pheromone eben drin und dadurch werden die Borkenkäfer angelockt und fallen dann unten in die Flüssigkeit und die Kolleginnen und Kollegen zählen sie dann aus Und das natürlich auch regionalisiert und geben da entsprechende Warnungen eben heraus, wenn diese Fangzahlen wirklich stark ansteigen.

00:48:35: Wenn es dann mehrere Generationen aufeinander gibt und darauf geachtet wird, befallene Bäume schnell zu entfernen Denn so was wie Harzfluss, das hilft halt nur so lange.

00:48:51: Wie ist eine begrenzte Anzahl an Anflügen von Borkenkäfern?

00:48:54: Wenn da so ne kritische Schwelle überschritten ist dann auch der am besten Wasserversorgte Fichte ist dran.

00:49:04: Da macht die Dosis das Gift muss man sagen und Und da wird es auch natürlich, ist.

00:49:12: auch diese Witterungsverläufe begünstigen das natürlich.

00:49:15: Da gibt er so Schwellwerte über sechzehn Komma fünf Grad Celsius und wenn der gleichzeitig kaum Niederschar lag fällt, der dann die Schwärmaktivität der Borkenkäfer einschränkt?

00:49:29: Dann sind es natürlich Top Jahre eben für eine Massen Verbreitung von Borkenkäfern Und im Gegensatz zu Baden-Württemberg haben wir es richtig abgekriegt in Norden von Bayern, im Frankenwald.

00:49:43: Im Jahr zwei Tausend neunzehn hatten wir dann noch eine Dienstbesprechung zur den Waldklima Station die wir alljährlich machen und da standen die Fichten da und ich war im Juli letzten Jahres da alles weg also ein paar Bauminseln stehen noch an ein paar Durchstände, aber ansonsten sieht man nur vergraste Hochflächen und es ist wirklich erschreckend.

00:50:13: Und vor allen Dingen ist es Wirtschaftswald also kein Nationalpark wo man nichts gegen die Borkenkäfer unternimmt sondern da war man dann auch aufgrund natürlich Ja, doch gewissen Monokultur an Fichten war man da eben einfach überfordert und hatte schon Probleme das einfach noch so weit in den Griff zu bekommen.

00:50:43: Und jetzt läuft natürlich die Wiederbewaldung auch dieser Flächen muss man auch sagen aber das dauert.

00:50:52: Jetzt hattest du vorhin den Begriff Wald-Dürremonitor mal gebracht.

00:50:58: Kannst du darauf noch mal zu sprechen kommen, wie ist der aufgebaut und wie hilft dieser Monitor den Forstleuten oder auch den Besitzern bei ihren Entscheidungen?

00:51:08: Ja eigentlich.

00:51:09: Bei jeder dürre Phase das wird die Heike sicher genauso erleben ruft immer dann die Presse an und fragt Wie sieht es denn jetzt im Wald aus?

00:51:19: also ist ein hohes allgemeines Interesse der Bevölkerung da wie entwickelt sich in den Wäldern von der Wasserversorgung eben, der Bäume eben her.

00:51:30: Und da haben wir eben letztendlich ein gemeinsames Projekt von Baden-Württemberg Bayern und der sogenannten Nordwestdeutschen forstlichen Versuchsanstalt die dann Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein Hessen abdeckt.

00:51:48: Ebenhergenommen die Parametrisierung dort gefunden worden sind.

00:51:54: Und da haben wir die einfach jetzt, was heißt einfach?

00:51:56: Das war natürlich auch ein gewisser Aufwand.

00:51:58: Da haben wir sie dann eben gekoppelt mit aktuellen Niederschlagswerten, die wir vom Deutschen Wetterdienst beziehen und zwar Beziehen aus den Wettervorhersage-Modellen weil wir wollen ja bis zum heutigen Tag dann eben ein aktuelles Bild dann eben haben und dann verwenden wir so Wettervorhersagemodelle und weiteren Produkten.

00:52:25: Und wir haben die Parametrisierung, und die Parameterisierung wurde in diesem Projekt auch ausgedehnt auf den ganzen Bodeneinheiten, denen dann Flächen zugewiesen wurden im Wald Und dadurch wird dann eben auch erkennbar, wann sind Wasserdefizite im Boden.

00:52:49: Wir haben die Parametrisierungen für die Baumarten.

00:52:53: Das heißt wir verwenden eine aktuelle Fernerkundungsprodukt-Baumarten-Karte sowie den Blattflächenindex, der kommt auch aus Satellitendaten.

00:53:07: Dann haben wir noch ein Grundwasser.

00:53:09: Flurabstanden mittlerer kommt eben rein und da berechnen wir im Prinzip für alle bewaldeten Flächen in Bayern tagesaktuell den Bodenwasserstatus also Verfügbarkeit Füllung Matrixpotenzial hatte Feige auch vorher schon genannt, sodass wir da ein aktuelles Bild haben.

00:53:32: Und den Waldbesitzern, den Waldbewirtschaftenden hilft es natürlich wenn es um solche Fragen geht, die Forstkulturen.

00:53:41: gerade in den Trockenjahren kamen da die Kollegen, zogen da die abgestorbenen Pflanzen aus dem Boden heraus und inzwischen ist im Bayern auch die Bewässerung von Forstkulturen wird gefördert.

00:53:56: Das heißt es ist natürlich ganz wichtig für den Waldbesitzer und auch die Kollegen von den Staatsforsten das sie wissen wann muss ich denn eigentlich rausgehen und sozusagen eine Notfallbewässerungen durchzuführen so in den ersten drei Jahren bis genügend Wurzeln, dann das die Wurzelsystem eben tiefer ist.

00:54:16: Und da liefert es natürlich auch schon einfach eine Abschätzung.

00:54:22: Wir haben da drin – weil wir ja Wettervorhersage-Modelle eigentlich verwenden von den Klimadaten – haben die Möglichkeit, dass wollen wir noch weiter ausbauen und dass wir auch dann eine Vorhersager haben in die nächsten drei bis sieben Tage.

00:54:38: dass das dann wirklich eben so ein Hintergrund ist und auch führen zu viel des Wassers im Wald, ist es interessante Information.

00:54:46: Also die Befarberkeit von den sehr schweren Forstmaschinen, den sogenannten Haarwestern oder wenn sie's rausholen, den Vorwörtern hängt natürlich davon ab Wie gut ist der Waldboden auch befahrbar?

00:55:01: Wann haben wir ein erhöhtes Risiko durch eine Verdichtung, also bei zu feuchten Bodenverhältnissen.

00:55:10: Wann wird dann der Waldboten eben einfach zu stark verdichtet?

00:55:14: Das ist auch noch so eine praktische Anwendungsmöglichkeit.

00:55:17: Prinzipiell natürlich auch interessant was Heike Puhlmann vorhin schon erwähnt hat, eben die Brockenkäfer-Situation.

00:55:25: Also auch gerade im Anfangsgeschehen ganz entscheidend wie gut sind eigentlich da die lokalen Waldstandorte im Wasser versorgt.

00:55:38: und also auch nochmal eine weiteres praktisches Anwendungsfeld eben für diesen Walddürre-Monitor.

00:55:48: Den gibt es übrigens unter der Adresse, also ausgeschrieben mit uewalddürremonitor.de und ist ein bisschen Konkurrenzprodukt auch zum Dürremonitor des Umweltforschungszentrum in Halleleipzig.

00:56:04: aber da gibt es unterschiedliche Einstufungen oder Ableitung des Dürrorisikos.

00:56:12: Und also wir haben da auch eine höhere räumliche Auflösung und wir orientieren uns sehr streng an diesem Drill-Bergriff, der sich an der Physiologie der Bäume festmacht.

00:56:26: Das heißt unterhalb von vierzig Prozent der nutzbaren Feldkapazität fängt bei uns eben des Trockenstressrisiko an oder wie Heike vielleicht sagen würde, unterhalb Matrixpotenzial von ein-tausend dreihundert Hektopastkalbe.

00:56:45: Ich das richtig in Erinnerung habe!

00:56:47: Lange ist sehr...

00:56:50: Aber wir haben auch da das Matrixpotential drin und also wir haben das durchaus da auch verwendet, Heike.

00:56:58: Okay jetzt hat ja mein Kollege und unser Podcastproduzent Martin Labocz vor Ort von Heike Puhlmann gezeigt bekommen oder wir haben diskutiert, dass Tannen im Schwarzwald unter anderem auch durch die Mistel und der zunehmenden Trockenstressgerät.

00:57:16: Die Mistel breitet sich ja dort immer weiter wohl aus in grauen größer Höhenlagen und befällt die Tannen.

00:57:27: Kannst du Lothar so ein konkretes Beispiel aus eure Forschung in Bayern sagen?

00:57:34: Trockestress im Modell früh sichtbar war und dann auch in Bestand es sich gezeigt hat.

00:57:39: Also früh sichtlich, also in unserem Regelbetrieb so für Waldlima Stationen wo wir das ja näher beobachten und auch die Wirkungen aufnehmen, also auf die Bäume von Boden trockenheit und das machen wir eigentlich immer retrospektiv, also immer danach Auswertung Und Trockenheit muss ja auch eine gewisse Andauer.

00:58:06: Da nimmt sie zu mit der Intensität des Trockenstresses, also im Jahr ist es ja auch passiert dass zum Beispiel in den oberen Lagen des Oberfelser Walz an der Grenze nach Tschechien hinüber eigentlich gar kein Wasser mehr im Boden war und Fichtenbestand dort an der Waldklimastation Flossenburg Und da hätten wir eigentlich auch erwartet.

00:58:32: Der Bestand müsste eigentlich, weil das hat sich relativ lange hingezogen über zwei Monate und dann hatten wir gedacht naja der Weidmüh muss jetzt eigentlich ja absterben war nicht so kann ich dann auch gleich sagen ist in vereinzelt sind natürlich Bäume abgestorben aber flächenmäßig eben nicht und Da kommt immer natürlich Unsicherheiten letztendlich in der Parametrisierung rein.

00:58:58: Das heißt Wir nehmen natürlich die Wurzelverteilung, ist ja ein wichtiger Parameter für die Transpiration.

00:59:09: Die Entnahme eben aus den unterschiedlichen Tiefen Und wir haben uns das dann einfach nur so eben erklärt, dass es dann doch noch tieferreichende sozusagen Wurzeln auch der Fichten gibt.

00:59:22: Obwohl die normalerweise neunzig Prozent der Feinwurzelmasse sind in den obersten dreißig Zentimeter.

00:59:28: also so ein so ein Pimal Daumen.

00:59:32: Abschätzung, die wir immer verwenden.

00:59:34: aber Das ist da wohl eben solche Notwasserversorgung gab von tiefen Wurzeln, die die Bäume dann doch entsprechend versorgt haben.

00:59:45: So dass sie wirklich diese krasse Hitze und Dürreperiode in diesem Jahr tatsächlich überlebt haben.

00:59:55: Und ansonsten sehen wir so die Konsequenzen von Dürre, bringen wir eigentlich immer zusammen.

01:00:01: Ja, wir messen regelmäßig auch den Streufall also haben Streufallfänger und da wenn dann tritt er ein frühzeitiger Laubfall ein.

01:00:14: das sind die grünen vertrockneten Blätter.

01:00:18: ich auch persönlich vorm Büro mal herunter rieseln hab sie in den wie jetzt dann so ein warmer Wind durch und vor meinem Fenster vielen die ganzen Blätter ab.

01:00:30: Das ist einfach immer auch solche eindrücklichen Erlebnisse, das sieht man auch an den Streufallmengen gerade im Vergleich zu normaljahren.

01:00:39: also wobei eine gute Wasserversorgung hat.

01:00:42: Und was wir außerdem sehen ist dass wenn solche Trockenstressperioden dann eintreten das da natürlich des Waldwachstum zum Stillstand kommt.

01:00:53: Also man sieht sonst, wir haben so Umfragen Messbänder die wir wöchentlich ablesen es gibt natürlich Dendrometer nennen sich diese Geräte den umfang messen oder eben das dicken Wachstum und diesen auch noch mal zeitlich höher aufgelöst.

01:01:12: aber wir haben eben diese wöchtlichen Messungen.

01:01:14: da sehen wir dass dann tatsächlich zu Plateaus kommen.

01:01:18: also das heißt bei kumulativen Kurven da findet kein Wachstum mehr statt.

01:01:23: Und das vergleichen wir dann auch mit dem Mittel von mehreren Jahren.

01:01:28: und dann sehen wir dann so Wach stumsreduktion von dreißig, vierzig, fünfzig Prozent.

01:01:35: Da sehen wir die Wirkung der Trockenstress eben auf die Bäume hat.

01:01:43: Und natürlich auch, wir schauen uns natürlich immer die Bestände werden auch ganz klassisch in der sogenannten Waldzustandsaufnahme.

01:01:49: Also der Kronenzustandaufnahme aufgenommen.

01:01:53: und das sehen wir dann natürlich auch wie Heike vorhin da auch schon sagte eben diese abnehmende Vitalität.

01:01:59: oder wir fassen natürlich auch die Mortalität.

01:02:03: also wenn Bäume wirklich aufgrund der Trockenheit dann eben abstärben ja

01:02:10: Jetzt haben wir im Verlauf des sich abzeichnen Klimawandels ja nicht nur die Trockenheit, über die wir jetzt um Dürre gesprochen haben.

01:02:17: Sondern ein anderes Extrem sind auch die Starkregenereignisse, wir in den letzten Jahren beobachten.

01:02:26: Da würde ich jetzt auch nochmal wieder Sie fragen, Frau Puhlmann welche Rolle spielt da der Wald?

01:02:31: Schaut man auf diese Ereignisse auf den Wasserrückhalt wenn in kurzer Zeit sehr viel Wasser fällt auf Waldgebiete ist das eher ein Schutzschild oder zusätzliches Risikofaktor.

01:02:45: Gut, so landläufig herrscht ja die Meinung und die ist nicht ganz unbegründet.

01:02:49: Dass je intensiver ein Niederschlag ist umso weniger da diese rückhalte Funktion der Vegetation oder das Bodens nach einer Rolle spielt weil dieser Interzeptionsspeicher in der Krone zum Beispiel oder die Aufnahmefähigkeit der Humusauflage des Streu im Wald dann relativ schnell erschöpft ist.

01:03:09: aber trotzdem solange der Boden nicht komplett wasser gesättigt ist nimmt er halt trotzdem auch noch Wasser auf.

01:03:15: und Wälder haben auf alle Fälle eine ganz überwiegende Schutzfunktion in so einem Moment, denn das kann jeder beobachten an kleinen Flächen wo ein Kahlschlag stattgefunden hat oder wie würden sagen Kalamität also eine Entnahme, eine großflächige Entnahme der Bäume weil sie abgestorben waren.

01:03:33: Kein Kahl schlag für die Holzernte an sich.

01:03:36: aber da wo der Bestand fehlt ist der Boden nasser, fließt mehr Wasser ab und erodiert auch viel stärker.

01:03:44: Also in dem Moment haben Wälder auch mindestens mal eine Bodenschutzfunktion die den Boden als wertvolle Basis das überhaupt ein Wald da sein kann, überhaupt dort hält ja?

01:03:55: Und natürlich auch damit auch Infrastruktur

01:03:58: usw.,

01:03:58: wo die Erosionsmassen landen würden, natürlich ein Stück weit auch schützt!

01:04:04: Und gleichzeitig ist überall dort, wo der Boden eben nicht wassergesättigt ist, da auch noch eine gewisse Aufnahmefähigkeit.

01:04:10: Deswegen ist es wichtig vitale Wälder zu erhalten die immer wieder diesen Bodenwasservorrat ausschöpfen so dass da immer ein gewisses Wasserdefizit da ist bis zur maximalen Sättigung, sodass Böden immer wieder auch Wasser aufnehmen können.

01:04:26: Also ich würde sagen, das ist eine ganz große Schutzkomponente von Wäldern aber natürlich gibt es auch Risiken.

01:04:32: also ich nehme an Herr Lühlwitz dass sie eher so oft die Frage Verklausung Totholzeintrag Holzeintrage in Gewässer bei Hochwasser abzielen und das ist natürlich ein Problem.

01:04:47: Aber dem muss man begegnen indem man eine Waldbewirtschaftung so anpasst, dass man überall möglichst eine Waldbedeckung hat.

01:04:55: Aber zum Beispiel eben Flächen ausweist wo man nicht gezielt Totholz anreichert was ja auch Naturschutz und anderen Gründen auch sehr viel Sinn macht aber das man das eben nicht dort macht wo starke oberflächliche Abflüsse zu erwarten sind und dass man entlang der Friesgewässer generell eine fries Gewässer begleitende typische Vegetation erstellt entwickelt, sodass eben zum Beispiel Fichten die an den meisten Gewässern zumindest mal nix in der Oferzone zu suchen haben.

01:05:27: Da gibt es natürlich auch Ausnahmen.

01:05:28: aber dass man sowas entwickelt in Richtung von Gehölzen die dahin gehören zb Erlenweiden und so weiter, die dann eben auch eine mechanische Belastung durch Hochwässer stärker besser überstehen könnten und somit auch weniger Treibholz produzieren würden.

01:05:44: Also ich würde sagen, es ist ganz ganz wichtig gerade vor dem Hintergrund zunehmender Starkregenereignisse Wälder zu erhalten aber man muss sie auch gezielt so strukturieren dass man andere Probleme wie eben die Verklausungsgefahr durch Treibholtz möglichst minimiert.

01:06:01: Okay.

01:06:02: Interessante Maßnahmen, um dem zu begegnen?

01:06:05: Ja

01:06:06: und das wird auch gemacht tatsächlich.

01:06:08: Also Baden-Württemberg ist dabei eine Karte zu erstellen mit zum einen Erosion und Hangrutschgefahr was eine Verklausung für Fließgewässer darstellen könnte aber eben auch zu einzuschätzen was der Todholzvorrat.

01:06:21: in welchen Flächen kommt eine steile Hangneigung hoher Abflussgeneration Vorrat zusammen und kann man den dann senken, den Holz vor Rat zum Beispiel.

01:06:35: Also das ist durchaus ein Thema was ernst genommen wird jetzt auch von dem Hintergrund der verschiedenen Starkregen verursachten Hochwässer die es gab in unserem Land Rheinland-Pfalz.

01:06:47: Was zum Thema Starkrege auch noch sehr gut passt ist dass wir zur Zeit eine Also eine öffentliche Diskussion zum Thema Wasserrückhalt eben im Wald haben, also dieser dezentrale Wasserrücken ist ja immer auch ein Thema im Hochwasserschutz.

01:07:05: Und da gibt es solche Schlagwörter wie jetzt auch Schwammwald das zunehmend eigentlich in der öffentlichen Diskussion ist.

01:07:18: und das sind gerade eben in Baden-Württemberg sehr viele Arbeiten gelaufen, vielleicht schildest du Heike was ihr da so im Einzelnen gemacht habt.

01:07:29: Ja, kann ich gerne machen Lothar.

01:07:31: Obwohl ich wirklich sagen muss dass ihr in Bayern auch sehr viel macht.

01:07:34: wir profitieren auch von eure Vorarbeit das möchte ich mal an der Stelle betonen.

01:07:38: aber ja tatsächlich es ist also wie Lotha gerade gesagt hat wirklich ein Thema grad in der Forstwelt die da auch sehen dass sie als Waldbesitzender als Wald bewirtschaften auch einen Beitrag leisten können zu Zerminderungen von Starkregen gefahren und das spielt eben dezentrale Wasserrückhalt oder die Ertüchtigung von Wäldern als Schwammwälder eine zentrale Rolle.

01:08:03: Und ich predige, sag' ich mal immer, dass es ein Dreiklang aus Maßnahmen komplexen sind.

01:08:09: Das Eine ist waldbaulich.

01:08:11: was zu tun?

01:08:12: also durch Struktur der Wälden, Wald erhalt habe schon angesprochen aber eben auch die Struktur des Welter oberirdische Kronendachstruktur Aber auch die sich ja unterirdisch in der Durchwurzelung.

01:08:28: niederschlägt, ist so zu gestalten dass da ein großer Wasserrückhalt überhaupt möglich ist und auch eine tiefe und effektive Ausschöpfung des Bodenwasserschweiches.

01:08:40: Also diese ganzen Waldbaulichen Komponenten natürlich auch Vermeidungen von großen Karlflächen also Stabilisierung der Wälder, also klimastabile Waldbaumarten zu fördern, nur so ein paar Stichpunkte.

01:08:56: und das andere was auch ganz wichtig ist, also Bodenverdichtung zu vermeiden.

01:09:01: Luther Zimmermann hatte vorhin kurz schon Harvester-Vorwader angesprochen die natürlich überall dort wo sie fahren Boden verdichten und damit jetzt Infiltrationsvermögen von Wäldern oder Waldböden auch reduzieren.

01:09:13: aber auch die Humusauflage die ja Waldbüden auszeichnet im Vergleich zur Grünlanden und Ackerbölden.

01:09:20: und ein wahnsinnig wichtiger physikalischer Schutz für den Boden ist vor Erosion Wassertropfen zerteilt, damit sie überhaupt Energie gebrochen wird und die dann auch das Wasser auch langsamer infiltrieren lässt in den Boden.

01:09:36: Also Waldbau-Bodenschutz und das Dritte.

01:09:38: Und da machen wir tatsächlich gerade sehr viel und würde ich sagen auch sind wir deutschlandweit im Baden-Württemberg sehr weit voran.

01:09:46: Es sind Maßnahmen an Infrastruktur im Wald also Waldwege deren Wegesaitengräben Entwässerungsgräben Verdichtete Rücke gassen und so weiter, dazu gucken.

01:09:57: Wie können wir das Wasser was dort konzentriert wird?

01:10:00: Und wie ein zweites Fließgewässernetz eigentlich funktioniert diese Wegesaitengreben die ganz effektiv Wasser sammeln aufkonzentrieren und irgendwann in Oberflächen Gewässer einleiten.

01:10:12: Wie kann man es schaffen da dieses Wasser immer wieder direkt in den Waldbestand infiltrieren zu lassen?

01:10:18: Das mit möglichst geringen technischen Aufwand.

01:10:21: Also da sind wir gerade wirklich, ich sag mal missionarisch im Land unterwegs um dieses Verständnis das man das Wasser wirklich mit einfachen Möglichkeiten an ganz vielen Stellen zurückhalten sollte.

01:10:33: Rigolen ist angesprochen worden dass wir sagen Rohrdurchlässe durch die Wege, die nötig sind um das Wegesaitengraben Wasser auf die Talseite zu bekommen.

01:10:47: Aber da gucken können wir das abbremsen zum Beispiel durch sogenannte Rigolen also Schotterpackungen im Weg, durch die das Wasser dann durchsickert anstatt dass es eben durch ein Rohr sag ich mal durchschießt, dass es eine Möglichkeit oder einfach Versickerungsmulden, Versickerungskräben direkt entlang der Wege anzulegen wo das Wasser temporär zurück gehalten wird und im besten Fall auch noch versickern kann.

01:11:11: Also da haben wir sehr viele verschiedene Maßnahmen und wir sind jetzt auch dabei zu berechnen was bedeutet das ganz konkret für die Abminderung von Hochwasserscheiteln im Gebietsauslass und man kann da was beitragen auch für extreme Ereignisse, aber natürlich je kleiner die Eregnisse sind.

01:11:35: Also Niederschläge von einer Jährlichkeit von zwei fünf oder vielleicht zehn Jahren – das sind solche Maßnahmen sehr, sehr effektiv!

01:11:43: Und wenn man bedenkt wie groß die Waldfläche ist, wie groß das Wegenetz in den Wäldern ist hat man eben unheimlich viele Ansatzpunkte da etwas zu bewirken.

01:11:52: Ich könnte man ja dann idealerweise modellieren.

01:11:56: Genau, genau also das... Die Vorflächen

01:11:57: mit solchen Systemen versus solche wo die Systeme nicht angelegt

01:12:01: werden.

01:12:01: Genau.

01:12:02: Das wäre ja idealerweise

01:12:03: modelibern.

01:12:04: Genau!

01:12:04: Das machen wir auch.

01:12:05: Also wir haben auch so quasi Benchmarkkarten, wo wir die Wege raus radieren um zu sagen, dass ist der Wald ohne Wege und Rückelgassen und um zu gucken was ist der Effekt von einem geänderten Klima?

01:12:21: denn Total intakter Wald ohne Wege, ohne sonstige menschliche Eingriffe.

01:12:27: hätte ja trotzdem jetzt vielleicht auch eine intensivere Abflussbildung einfach bei die Niederschläge intensiver sind und das auseinander zu tröseln, was ist wirklich ein Klimawandel-Effekt?

01:12:36: Und was ist der Effekt den wir mit der Waldbewirtschaftung beeinflussen können.

01:12:40: Da radieren wir eben die Wege raus, sag ich mal aus dem DGM berechnen in dort Abflußbildungen, Abfluzkonzentrationen und dann können wir schauen wie ist der Istzustand und wie können wir da optimieren entlang der Wege um das Wasser zurückzuhalten und natürlich damit auch Boden feuchtet zu verbessern, Grundwasser neu wird.

01:12:58: Das ist

01:12:58: nicht nur

01:12:59: die Zielrichtung Hochwasser oder Abflussbildung.

01:13:03: Ja schön jetzt würde ich mit euch zum Schluss nochmal die Punkte Ausblick und Forschungsbedarf noch mal ansprechen.

01:13:11: welche Entwicklung können wir da für die nächsten Jahrzehnte erwarten?

01:13:16: Ist die Wasserverfügbarkeit der Zentrale Limitierende Faktor in unseren Wäldern oder gibt es Regionen, in denen dann andere Stressoren überwiegen?

01:13:25: Lothar vielleicht an dich zuerst der Ball.

01:13:28: Ja ich meine die Klimaprognosen oder Klimazenarien auch im Ensemble sind da ja eigentlich eindeutig.

01:13:37: wir werden einen weiteren Temperaturanstieg haben das ist relativ sicher.

01:13:44: Unsicherer sind natürlich dann schon, wie verteilen sich denn die Niederschläge?

01:13:48: Also auch gerade im Sommer.

01:13:50: Aber da zeichnet sich ja auch eher so ein Rückgang ab.

01:13:54: oder sagen wir mal die Extreme nehmen zu also längere Trockenphasen und häufigere Starkregenereignisse.

01:14:04: Und das wird auf jeden Fall ein Thema bleiben.

01:14:11: andere Stressoren haben wir vorhin schon erwähnt, also auch diese ganze Schädlingsentwicklung und das natürlich.

01:14:18: Wir haben ja noch vor zehn fünfzehn Jahren gedacht die Buche mit ihrem tiefwurzelnden Werk ist da gut gefeit.

01:14:29: jetzt erleben wir in Unter- und Mittelfranken dass da die Buchen auch absterben.

01:14:37: Kollegen und Kolleginnen da ja wirklich auch am Ausprobieren neuer Baumarten, also gerade diese Baumartenempfehlung ist natürlich extrem wichtig zur Klimaanpassung dass man da eine gute Information haben.

01:14:54: Und wir haben jetzt gerade aktuell.

01:14:57: letzten Jahr wurde dieses Baumartenempfehlungen wurden überarbeitet mit neuen Klimazennahierungen, der Bodenwasserspeicher wurde integriert und damit haben bieten wir jetzt also für ja.

01:15:14: also standardmäßig glaube ich es sind's einundzwanzig Baumarten.

01:15:18: Für die Standorte eben in ganz Bayern kann sich jeder Beratungsförster einen Durchstich machen und dann die Waldbesitzer eben entsprechend informieren.

01:15:31: Und das wird ein Thema bleiben, dass es auch in allen anderen Bundesländern ist.

01:15:39: Das Thema würde ich sagen also für den Klimawandel.

01:15:45: Gibt es Baumarten, die man an erster Stelle dabei diesen Maßnahmen nennt?

01:15:50: Den Superbaum gibt es ja nicht.

01:15:52: Das Interessante ist, dass dadurch die Wahlmöglichkeit dieser Einstufung und zwar verwenden wir nur noch so ein mittleres Klimacenario des RCP-Führpunkt fünf oder das wo wir uns derzeit bewegen.

01:16:11: auch mit der derzeitigen weltweiten Energiepolitik sind aber im RCP acht Punkt Fünf Sesta zwei Szenarien angeboten worden.

01:16:21: vergleich zum ist zustande für die unterschiedlichen Baumarten ganz übersichtlich in der Tabelle grün bis rot so als Risiko Einwertung und da kann dann letztendlich.

01:16:35: Die Beratungsfosterinnen vor Ort können dann eben da die Waldbesitzer gezielt beraten anhand dieser Tabelle und natürlich auch die lokalen Gegebenheiten, die vielleicht doch nicht so gut abgebildet sind.

01:16:50: Auch noch mit berücksichtigen.

01:16:53: Betriebswirtschaftliche Erwägungen können in diese Baumartenwahl einfließen.

01:17:02: Vielleicht kann ich da noch kurz was ergänzen.

01:17:04: Also, was wir gelernt haben ob egal wie unsicher wir sind jetzt sind welche Baumart der Gewinner ist oder die Top Baumart, dass wir einfach eine Risikostreuung brauchen.

01:17:14: Also Lothar Zimmermann hatte vorhin schon Fichtenmonokulturen angesprochen.

01:17:18: das sehen wir auch in Kiefer Monokulturenen und anderen Monokulturen.

01:17:21: also ganz wichtig ist ne Streuung.

01:17:24: Das haben wir auf jeden Fall gelernt.

01:17:26: Und beim Thema neue Baumarten oder auch welche heimische Baumart Ist wohl Gewinnerin oder kann noch überleben ist für uns zumindest im Südwesten Auch immer das Thema eingeschleppte Neue Schädlinge die wir noch gar nicht kennen.

01:17:41: Wir haben das am Beispiel Esche gesehen, Esche war der Brotbaum schon im Mittelalter und für viele Gemeinden auch noch bis vor ein paar Jahren in Baden-Württemberg mit einer guten Verwendungsmöglichkeit, die wirklich zu nahezu hundert Prozent ausgefallen ist als Ertragsbaumart durch ein eingeschleiptes kleines Pilzchen den, wie hast du genau falsche kleine Weißerstellen?

01:18:05: Stängel.

01:18:08: Klingt ganz niedlich, ist ganz halloß und hat innerhalb kürzester Zeit massive Schäden verursacht.

01:18:15: Und so was kann man sich für Kiefern vorstellen?

01:18:18: So was kann Man sich für jede Baumart vorstellen und das sind So Unwägbarkeiten, die wir einfach ganz schwer vorhersagen können.

01:18:25: Deswegen ist es ganz wichtig neben den Dingen, die Lothar Zimmermann gesagt hat standörtlich Betrachtung welche Baumart vielleicht dorthin passen könnte auch zu berücksichtigen dass wir auf manchen Augen einfach noch blind sind und deswegen eine Risikostreuung brauchen.

01:18:41: Okay, also Einwanderung von noch anderen Schädlingen?

01:18:43: Ja genau.

01:18:44: Also da ist eben weil am Rhein bei uns der südlichste Rheinhafen Deutschlands so eine Eintrittsforte für chinesisches Palettenholz zum Beispiel.

01:18:55: Wenn Sie sich für neue Schädlinge interessieren, am besten dort mal nachfragen!

01:19:02: Und guckt mal jetzt mal zum Schluss.

01:19:03: wir haben die Themen Wasserhaushalt gehabt, Trockenheit, Dürre Aber auch eben Standortempfehlung und Baumartwahl.

01:19:12: Wenn ihr die gesamten Themen jetzt nochmal aufnimmt, welches wäre als ein zukünftiges Projekt bei euch zu nennen?

01:19:18: Woher sagt das ist bei uns ganz wichtig?

01:19:20: Das geht an genau in die Richtung.

01:19:23: Jeder ein Projekt was entweder schon gestartet ist oder was ihr zukünftig an euren Einrichtungen in die Wege leiten möchtet.

01:19:31: Lothar vielleicht du zuerst

01:19:32: Ich hatte es vorhin schon gesagt, wir müssen diese Weiterentwicklung von dem Walddürre-Monitor.

01:19:37: Das war auch Richtung Prognose kommen und anbieten können.

01:19:42: Gestern haben wir ein Kooperationsprojekt unterzeichnet mit Brandenburg also der dortigen Forstverwaltung.

01:19:50: das ist natürlich auch ein Projekt damit temporär.

01:19:54: aber es gibt auch Bestrebungen bei uns dass wir das verstetigen und dazu gehört Wer läuft derzeit ein Projektantrag mit dem KIT Garmisch-Partenkürchen?

01:20:08: Trockenstressindikatoren, dass wir Messungen also die Kolleginnen Messungen an den Waldklima Stationen vornehmen und das wir einfach noch besser Indikatoren finden für den Trockens Stress.

01:20:23: Und bei Ihnen in Baden-Württemberg, Martin Labatschweyer von der Mistel ganz begeistert und der Untersuchung ist es ein solches Projekt.

01:20:32: Ich lasse jetzt wenn das gleich der Podcast zu Ende geht einfach nochmal diese Diskrepanz zwischen Bayern und Baden Württmberg etwas aufleben.

01:20:39: Wenn Lothar Zimmermann was zur Dürre sagt, sage ich jetzt fast so zu viel Wasser!

01:20:44: Also heute ist der Internationale Tag des Waldes.

01:20:47: Ich weiß nicht wer von ihnen das weiß... Ich zitiere ihn aus der Pressemitteilung von heute.

01:20:55: Unsere Wälder können Wasserspeichern und schützen vor Erosion, ein kluger Wasserrückhalt im Wald stärkt die Widerstandskraft unserer Wälden in

01:21:03: Klimawandel.".

01:21:04: Das ist die Schlagzeile der Pressemitteilungen unseres Forstministers von heute.

01:21:09: Wie bedeutend gerade diese Frage ist.

01:21:12: ausgleichende Funktion von Wäldern für den Wasserhaushalt.

01:21:16: Und grad liegt der Fokus bei uns sehr stark auf dem zu viel an Wasser, aber natürlich erhoffen wir uns damit auch... Abpufferung von Trockenheit.

01:21:25: Also irgendwo, wo das Wasser in der Landschaft gespeichert wird werden ja auch Niedrigwasser und so weiter in Niedrige Wasserschüttungen ein Stück weit erhöht.

01:21:38: also für uns ist dieses Thema nach wie vor sehr sehr wichtig und sie hatten ja auch gefragt wo wir zukünftig vielleicht auch zusammenarbeiten können.

01:21:44: ich glaube in dem Fällt gibt es ganz viel, wo wir zusammenarbeiten können Lothar.

01:21:50: Ich glaube auch wirklich auf der wissenschaftlichen Seite du hast jetzt mehr so in die... Also was braucht's an Forschungsinput nach?

01:21:57: Im Bereich Trockenstressmodellierung aber eben auch auf der anderen Seite da gibt es noch sehr viel zu tun um wirklich Abflussprozesse im Wald so gut abbilden zu können dass wir ganz konkret Praxis bezogene Maßnahmen vorschlagen können, wo man was macht.

01:22:14: Also auch zum Beispiel wie unterschiedliche Waldbauliche Behandlungen wirklich die Abflüsse beeinflussen.

01:22:22: und das ist sehr viel schwieriger zu modellieren oder verlässlicher zu modelieren als Änderung an der Infrastruktur wenn man es einfach durch Messungen soviel schwerer belegen kann.

01:22:32: also was bedeutet ein Waldumbau hin von flachwurzelnden Fichten hinzu tieferwurzelnden Tannen oder Tannenbuchenmischwäldern, das ist viel schwieriger durch Messungen zu belegen.

01:22:44: Also da gibt es noch viel zu tun für beide Forschungseinrichtungen und idealerweise ergänzen wir uns die Arbeit zusammen.

01:22:52: Jetzt wollte ich mit unserer Forstministerin kontern aber... Ich habe keine Pressemitteilung bei mir gerade im Postfach gefunden.

01:23:04: Das kann ja auch rausgeschnitten werden im Sinne der Baller.

01:23:12: Nein, das war doch ein schöner

01:23:13: Schlusssatz.

01:23:15: Die Internationale Tach-Wasserwald – das war schon ein schönes Schlusswort!

01:23:20: Ich bedanke mich bei euch beiden für diese wirklich interessante Unterhaltung zu diesen vielen Aspekten, die es um den Wald gab über Wasserhaushalt Trockenheit und Dürre, dann eben auch die Standortwahlen dergleichen.

01:23:32: Wir haben wirklich sehr viele interessante Themen angesprochen.

01:23:36: Und das sogar länderübergreifend nach Baden-Württemberg und Bayern.

01:23:41: ganz toll besten Dank!

01:23:42: Vielen Dank für eure Beteiligung in unserem HÜBER Podcast Wassergespräch.

01:23:48: Ja, auch ein Dankeschön an euch.

01:23:50: Vielen dank für die Einladung.

01:23:51: Bitte schön,

01:23:52: haben wir gerne gemacht.

01:23:53: Danke schön.

01:23:54: In der nächsten Folge des HÜVER-Podcasts Wassergespräche unterhalte ich mich mit Dr.

01:23:59: Markus Ziese vom Weltdatenzentrum Niederschlach über das Global Precipitation Climatology Center GPCC.

01:24:08: Dieses ist beim Deutschen Wetterdienst in DVD angesiedelt und hält weltweite Niederschlafsdaten bereit, mit denen man u.a.

01:24:16: das globale Klima überwachen kann!

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